Der Weg in die Therapie

© PhotographyByMK - Fotolia.comZunächst ein paar Sätze in eigener Sache: ich habe während der Woche einen hohen Patientendurchlauf. Das bedeutet, dass mir nur wenig Zeit bleibt, E-Mail- oder telefonische Anfragen zu beantworten. Ich möchte Sie daher bitten, meine Homepage aufmerksam zu lesen. Viele Antworten auf Fragen, die mir häufig gestellt werden, finden Sie auf diesen Seiten.

Durchschnittlich warten Patienten +/- sechs Monate auf einen Therapieplatz. Sollten Sie sich für eine Psychotherapie bei mir interessieren, dann melden Sie sich während meiner telefonischen Sprechzeit, die Sie auf der Startseite finden. Über die weiteren Schritte werden wir Sie telefonisch informieren. Eine Anmeldung per E-Mail ist nicht möglich.

Von vielen Anrufern, die sich während meiner telefonischen Sprechzeiten melden, weiß ich, wie schwer es ist, an einen freien Therapieplatz zu kommen. Ich empfehle in diesem Zusammenhang, sich an die Krankenversicherung zu wenden. Ihre Versicherung hat nämlich den gesetzlichen Auftrag, einen Therapieplatz für Sie zu suchen. Viele Versicherungen bieten auch einen entsprechenden Service an, sich um einen Termin bei einem Facharzt oder Psychotherapeuten zu kümmern. Sie können sich auch an die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung wenden. Die Servicestelle muss Ihnen innerhalb von vier Wochen einen Termin organisieren. Zu dem Thema, wie man möglichst schnell zu einem Therapieplatz kommt, habe ich auch einen Blog geschrieben, den Sie hier finden.

Insgesamt hat sich die Versorgungslage etwas verbessert. Seit 2013 haben sich neben mir vier weitere Kollegen in Rendsburg oder näherer Umgebung mit einem Kassensitz niedergelassen. Insofern empfehle ich auch, sich zusätzlich an Kollegen zu wenden, um zu überprüfen, ob Sie hier früher zum Zuge kommen. Die Kontaktdaten finden Sie bei PsychInfo.

Wie nutze ich die Wartezeit?

Zusätzlich können Sie die Wartezeit nutzen, um aktiv etwas zur Symptomverbesserung beizutragen. Deutlich mehr als 50 % meiner Patienten sind wegen einer depressiven Verstimmung (als Haupt- oder Zusatzdiagnose) bei mir in Behandlung. Den meisten Patienten rate ich, vorübergehend eine antidepressive Medikation über den Haus- oder Facharzt einzuleiten.

Weitere Anregungen entnehmen Sie den Tipps fürs Wohlbefinden. Besonders ans Herz legen möchte ich Ihnen Ausdauersport. Dreimal in der Woche eine halbe Stunde Radfahren, Schwimmen, Joggen oder Walken erhöht nicht nur ihre körperliche Fitness. Wegen der nachgewiesenen antidepressiven und angstlösenden Wirkung ist Ausdauersport mittlerweile fester Bestandteil von vielen verhaltenstherapeutisch orientierten Therapieprogrammen.

Fast alle Patienten lernen bei mir ein Entspannungsverfahren, da sich dadurch die Anspannung im Rahmen einer psychischen Störung reduzieren lässt. Mittlerweile gibt es gute Apps, Downloads oder DVD, mit denen Sie sich ein Entspannungsverfahren selber beibringen können. Sie können aber auch Ihre Krankenversicherung fragen, inwieweit entsprechende Kurse angeboten oder z.B. bei der Volkshochschule mitfinanziert werden. Einige Krankenkassen (Techniker, Barmer, AOK) bieten für ihre Versicherten mittlerweile auch online Entspannungskurse an.

Überdies gibt es für viele psychische Störungen hilfreiche Selbsthilfe-Bücher, die Sie während der Wartezeit schon durcharbeiten können. Ich arbeite in der Therapie mit dem Buch ’Im Gefühlsdschungel‘ von Harlich Stavemann (2010). Wenn Sie das Buch anschaffen und durchlesen, können Sie davon ausgehen, dass Sie in der Therapie bei mir schneller vorankommen werden.