Der Weg in die Therapie

© PhotographyByMK - Fotolia.comNoch einige Sätze zu meinen Kapazitäten: durchschnittlich warten Patienten sechs Monate und z.T. länger bei mir auf einen Therapieplatz. Sollten Sie sich für eine Psychotherapie bei mir interessieren, dann lassen Sie mir den ausgefüllten Anmeldebogen (PDF-Datei) zukommen und melden sich einmal im Monat möglichst per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Wird ein Therapieplatz frei, dann lade ich Patienten, die sich regelmäßig gemeldet und den Anmeldebogen ausgefüllt haben, zu einem Erstgespräch ein. Ich kann Ihnen allerdings erst nach diesem Gespräch einen Therapieplatz sicher zusagen.

Von vielen Anrufern, die sich während meiner telefonischen Sprechzeiten melden, weiß ich, wie schwer es ist, an einen freien Therapieplatz zu kommen. Ich empfehle in diesem Zusammenhang, sich an die Krankenversicherung zu wenden. Ihre Versicherung hat nämlich den gesetzlichen Auftrag, einen Therapieplatz für Sie zu suchen. Viele Versicherungen bieten auch einen entsprechenden Service an, sich um einen Termin bei einem Facharzt oder Psychotherapeuten zu kümmern. Zu dem Thema, wie man möglichst schnell zu einem Therapieplatz kommt, habe ich auch einen Blog geschrieben, den Sie hier finden.

Insgesamt hat sich die Versorgungslage ein wenig verbessert. Seit 2013 haben sich neben mir vier weitere Kollegen in Rendsburg oder näherer Umgebung mit einem Kassensitz niedergelassen. Insofern empfehle ich auch, sich zusätzlich an Kollegen zu wenden, um zu überprüfen, ob Sie hier früher zum Zuge kommen. Die Kontaktdaten finden Sie bei PsychInfo.

Wie nutze ich die Wartezeit?

Zusätzlich können Sie die Wartezeit nutzen, um aktiv etwas zur Symptomverbesserung beizutragen. Deutlich mehr als 50 % meiner Patienten sind wegen einer depressiven Verstimmung (als Haupt- oder Zusatzdiagnose) bei mir in Behandlung. Den meisten Patienten rate ich, vorübergehend eine antidepressive Medikation über den Haus- oder Facharzt einzuleiten.

Weitere Anregungen entnehmen Sie den Tipps fürs Wohlbefinden. Besonders ans Herz legen möchte ich Ihnen Ausdauersport. Dreimal in der Woche eine halbe Stunde Radfahren, Schwimmen, Joggen oder Walken erhöht nicht nur ihre körperliche Fitness. Wegen der nachgewiesenen antidepressiven und angstlösenden Wirkung ist Ausdauersport mittlerweile fester Bestandteil von vielen verhaltenstherapeutisch orientierten Therapieprogrammen.

Fast alle Patienten lernen bei mir ein Entspannungsverfahren, da sich dadurch die Anspannung im Rahmen einer psychischen Störung reduzieren lässt. Mittlerweile gibt es gute Apps, Downloads oder DVD, mit denen Sie sich ein Entspannungsverfahren selber beibringen können. Sie können aber auch Ihre Krankenversicherung fragen, inwieweit entsprechende Kurse angeboten oder z.B. bei der Volkshochschule mitfinanziert werden.

Überdies gibt es für viele psychische Störungen hilfreiche Selbsthilfe-Bücher, die Sie während der Wartezeit schon durcharbeiten können. Ich arbeite in der Therapie mit dem Buch ’Im Gefühlsdschungel‘ von Harlich Stavemann (2010). Wenn Sie das Buch anschaffen und durchlesen, können Sie davon ausgehen, dass Sie in der Therapie bei mir schneller vorankommen werden.